Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
(Definitionen und Klassifikationen)
- Definition: Problemlösen
- Problem versus Aufgabe
- Deklaratives versus Prozedurales Wissen
- Anforderungen an den Problemlöser
- Merkmale des Problemlösens
- Vier Schritte des Problemlöseprozesses
- Beweglichkeit versus Unbeweglichkeit beim Denken
- Beweglichkeit des Denkens
- Unbeweglichkeit beim Denken
- Funktionale Gebundenheit
- Habituelle Richtung
- Einstellungen
- Einstellungen "SETS" nach Luchins Untersuchungen zum Wasserumfüllproblem
- Ergebnisse der Untersuchungen
- Ergebnis-Überblick
- Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
- Mögliche Ursachen für Unbeweglichkeit beim Denken (Kluwe, 1983)
- Quellenangaben
I. Einleitung
(Definitionen und Klassifikationen)
Damit überhaupt klar wird, was denn eigentlich unter Problemlösen zu verstehen ist,
bedarf es einer näheren Begriffsbestimmung, die ich im folgenden geben möchte.
Denn, was nützt es, wenn ich übers Problemlösen spreche, aber nicht genau klar
ist, wie Problemlösen eigentlich definiert ist?!
Definition: Problemlösen
Im "Wörterbuch zur Psychologe", das von W.D. Fröhlich (1987) herausgegeben wurde,
fand ich die nachstehende Definition:
"(1) Allgemeine Bezeichnung für eine Art des Denkexperiments, in dessen Verlauf
Tier oder Mensch mit einer neuartigen und komplexen Situation konfrontiert
werden, in der ein bestimmtes Ziel (Futter, Lösen einer Aufgabe) nur durch eine
relativ neuartige Kombination von Erfahrungen oder durch eine durch
Überlegen gefundene Synthese erreicht werden kann.
(2) Bezeichnung für den unter (1) beschriebenen Prozeß, bei dem aus einer
Anzahl von Möglichkeiten des Handelns oder Nachdenkens diejenige ausgewählt
werden muß, die zum Ziel (zur Lösung) führt."
Die Definition macht den Schwerpunkt des Problemlösens sehr deutlich,
der vor allem darin besteht, wie durch eine neue Methode oder
Strategie ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann. |